Prof. Dr. Ralf Simon

Ordinarius Neuere deutsche Literaturwissenschaft
ralf.simon@unibas.ch

Lehrstuhlnomination: Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit einem Schwerpunkt im 18. Jahrhundert sowie im Bereich Literaturtheorie

Kurzcharakteristik

Studium der Germanistik und Philosophie in Bonn, Promotion 1989 mit einer mediävistischen Arbeit zur strukturalistisch-narratologischen Analyse der Artusepik, Habilitation 1996 mit einer Arbeit zu Johann Gottfried Herder, in der dem Verhältnis von Gedächtnis und Interpretation in einem der Gründungswerke der Kulturwissenschaften nachgegangen wird. – Nach einem Heisenberg-Stipendium und einer Vertretung an der Universität Karlsruhe erfolgte 2000 der Ruf an die Universität Basel.
Die wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf die Fragen der Literaturtheorie (Narratologie, Strukturalismus, Dekonstruktion, Gattungspoetik der Komödie, Bildkritik, Theorie der Prosa), auf Autoren um 1800 (Jean Paul, Lessing, Brentano, Achim von Arnim), Autoren des Realismus (Raabe, Stifter) und Autoren des 20. Jahrhunderts (Brecht, George, Arno Schmidt) ohne auf diese Gebiete festgelegt zu sein. – Die Beschäftigung mit Jean Paul und Arno Schmidt im Rahmen einer zu entwickelnden Theorie der Prosa (Monographie 2013: Die Idee der Prosa) wird in den nächsten Jahren im Zentrum der Forschung stehen. Angestrebt ist eine Theorie der Prosa, die Motive der literarischen Bildkritik (Monographie 2009: Der poetische Text als Bildkritik) aufnimmt.

Lebenslauf: Geboren 1961 in Hannover (Deutschland); 1968-1981 Schulen in Hannover und Bonn, dort Abitur; ab Wintersemester 1981/82 Studium der Germanistik und der Philosophie an der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität zu Bonn. – Februar 1987: Magisterexamen (Schritte einer poetologischen Lektüre der höfischen Romane); Januar 1988: Staatsexamen (Erste Staatsprüfung für die Lehrämter für die Sekundarstufe I und II); 1989: Abschluß der Promotion (Fakultätspreis) mit der Arbeit: Einführung in die strukturalistische Poetik des mittelalterlichen Romans. – 1989-1996: Wissenschaftlicher Assistent am Germanistischen Seminar der Universität Bonn (Lehrstuhl Prof. Dr. Kurt Wölfel); 1996 Habilitation: Das Gedächtnis der Interpretation. Gedächtnistheorie als Fundament für Hermeneutik, Ästhetik und Interpretation bei Johann Gottfried Herder, dann Privatdozent an der Universität Bonn. – Ab 1997 Stipendiat im Heisenberg-Programm der DFG; Sommersemester 1999: Vertretung einer Professur an der Universität Karlsruhe; ab Sommersemester 2000: Ordinarius an der Universität Basel (Neuere Deutsche Literaturwissenschaft). – Verheiratet, eine Tochter.

Sprechstunden

Sprechstunden im Semester: Montag 14–16 (Anmeldung: danielle.schwab@unibas.ch). In der vorlesungsfreien Zeit schreiben Sie für eine Terminvereinbarung bitte direkt an mich.

Vorlesung

Die Unterlagen für die Vorlesung finden sich auf dem ADAM-Server. Dort kann man auch die Regeln für den Erwerb der Kreditpunkte herunterladen.

Verantwortlichkeiten (Auswahl)

  • Vorsteher des Deutschen Seminars (geschäftsführend 2004–2006, 2010–2012)

  • Curriculumsverantwortlicher des Deutschen Seminars

  • verschiedene Kommissionen auf der Ebene des Seminars, der Fakultät und der Universität (u.a. 2001–2006 Mitglied der universitären Forschungskommission, Mitglied der fakultären Kommission zur Umsetzung der Bolognareformen, u.v.a.)

  • Antragsteller, Modulleiter und Direktoriumsmitglied im Nationalen Forschungsschwerpunkt Bildkritik (2005–2009)

  • Vizepräsident der Internationalen Herder-Gesellschaft 2009/2010

  • Vorsitzender der Unterrichtskommission des Departementes "Sprach- und Literaturwissenschaften" (bis 2017)

  • Präsident der Internationalen Herder-Gesellschaft 2011/2012

  • "Initiant" für das 2012 bewilligte Schwerpunktprogramm der DFG: Ästhetische Eigenzeiten (http://www.aesthetische-eigenzeiten.de)

  • Mitglied der wissenschaftlichen Kommission für die Zeitschrift "Studi Germanici"

  • Mitherausgeber des Jahrbuches der Jean-Paul-Gesellschaft

  • Projektleiter „Theorie der Prosa“ (SNF-Projekt 2017–2021)