Dissertationsprojekt 

Aufmerksamkeitsdruck.  Zur ungefügen Form des ‘nachklassischen’ Romans

Die Arbeit geht dem Lektüreeindruck des Asymmetrischen, Disproportionalen und Disparaten des romanhaften Erzählens ab 1230 nach und versucht sich dabei an einer reihengeschichtlichen Typisierung. Ziel ist dabei nicht, das Ungefügen als besonders komplex oder ästhetisch avanciert aufzuwerten, sondern das instabile Verhältnis von Form-Funktions-Verhältnissen und rezeptionsseitiger Aufmerksamkeit unter dem Eindruck eines Mangels an planvoller Fügung historisch neu zu bestimmen. 

 

Forschungsschwerpunkte 

-nachklassische Erzählungen des Mittelalters; historische Narratologie 

-Irrbarkeit 

-literarische Formen in Mittelalter, früher Neuzeit und Moderne 

-Literaturtheorie und Methodengeschichte 

-Russischer Formalismus; Strukturalismus 

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