Herzlich Willkommen am Deutschen Seminar!

In unserem malerischen (und geschichtsträchtigen) Altstadthof am Nadelberg 4 werden die deutsche Sprache und Literatur in historischer und systematischer Perspektive untersucht und in der Lehre vermittelt. Über den Dächern und Gassen der Stadt, in der obersten Etage des Engelhofs, liegt die Seminarbibliothek, in der es sich mit prächtiger Aussicht inspiriert arbeiten lässt.

Das Deutsche Seminar ist der grösste philologische Fachbereich der Universität Basel; er bietet ein vielfältiges Lehr- und Forschungsprogramm für Studierende auf verschiedenen Niveaus – aber auch Veranstaltungen für die interessierte Öffentlichkeit. Hier finden Sie Informationen über die Studienstrukturen der Deutschen Philologie, über den Fachbereich sowie unsere Forschungs- und Publikationstätigkeiten sowie das aktuelle Veranstaltungsprogramm.

Informationsbroschüre für Studieninteressierte
Informationsbroschüre Master und Doktorat


Abteilungen

Am Deutschen Seminar sind diejenigen Disziplinen und Abteilungen zusammengefasst, die sich mit der Erforschung und dem Studium sprachlich-kultureller Gegenstände des deutschsprachigen Kulturraums beschäftigen. Rede und Schrift, Texte und literarische Werke in ihrer historischen und regionalen Vielfalt sowie im europäischen Zusammenhang sind Gegenstand der vertieften Auseinandersetzung. Die Basis bildet dabei das Fach Deutsche Philologie mit seinen drei Abteilungen: Die sprachwissenschaftliche Perspektive richtet sich auf die Analyse sprachlicher Kommunikation im sozialen Zusammenhang und vor dem Hintergrund kognitiver Strukturen, die literaturwissenschaftliche Perspektive auf die Erschliessung und Interpretation literarischer Werke in ihren geschichtlichen und ästhetischen Beziehungen. Die germanistische Mediävistik verzahnt diese zweifache Ausrichtung mit ihrem Fokus auf mittelalterliche Kulturen.

Das Studium der Deutschen Philologie umfasst eine Grundausbildung in allen drei Abteilungen und lässt spätere Spezialisierungen zu.

Muss es auf Standarddeutsch »Fahrrad« heissen oder geht auch »Velo«? Wer entscheidet überhaupt hierüber? Stimmt es, dass der Genitiv im Deutschen vom Aussterben bedroht ist? Und falls ja, wäre das schlimm? Wieso haben wir den Eindruck, dass manche Sprachgebrauchsweisen typisch für bestimmte Gruppen sind und worin besteht dieses Typische? Wie wird in Massenmedien Wirklichkeit konstruiert? Was passiert im Gehirn, wenn wir Sprache verarbeiten? Und wie lernen Kinder oder Erwachsene Sprache(n)?

Mit Fragen dieser Art setzt sich die Sprachwissenschaft (Linguistik) auseinander.

 

 

Die Germanistische Mediävistik beschäftigt sich mit der Geschichte der deutschen Sprache und Literatur von 8. bis zum 16. Jahrhundert. Dass man im Germanistik-Studium auch mittelalterliche Texte auf einer früheren Sprachstufe des Deutschen liest, wirkt auf die einen irritierend, auf die anderen faszinierend. Man denkt zunächst an eine finstere, blutrünstige, vor allem unverständliche Epoche einerseits, an Ritter, Burgen und romantische Altstädte (wie Basel es an manchen Ecken immer noch ist) andererseits. Mittelalter und Reformationszeit sind aber – jenseits dieser oberflächlichen Klischees – für ganz Europa ein fester und wichtiger Bestandteil seiner Geschichte und Gegenwart. Die historischen und philologischen Fächer tragen wesentlich zum Selbstverständnis bei, indem sie ein kritisch reflektiertes Wissen über die Vergangenheit zur Verfügung stellen – damit wir nicht auf Klischees angewiesen bleiben. Weitere Informationen

Wie entstehen literarische Texte? Das Typoskript von Friedrich Glausers Gourrama zeigt, dass sich Literatur nicht immer durch den Geniestreich eines von den Musen geküssten Autors begründet. Während der Poet einst als göttlich inspiriert galt, als besonderer Kenner der Rhetorik oder seit dem 18. Jahrhundert als Genius mit geistigem Eigentum, etablieren sich heute durch die neuen Medien wiederum neue Modelle der Schriftstellerei und kollaborative Formen der Textproduktion. Die Neuere deutsche Literaturwissenschaft beschäftigt sich mit den deutschsprachigen poetischen Texten seit dem 16. Jahrhundert. Lehre und Forschung am Deutschen Seminar Basel decken das gesamte Spektrum einschliesslich der stetig wachsenden Gegenwartsliteratur ab. Das close reading literarischer Texte, textphilologische sowie literaturgeschichtliche Fragestellungen bilden die Basis unserer Arbeit. Angeleitet und angeregt wird das Textverständnis durch ihre historische und kulturwissenschaftliche Einbettung sowie durch die Beschäftigung mit Theorien und Methoden, die über die Fachgrenzen hinausreichen. Weitere Informationen



Kontakt

Universität Basel
Deutsches Seminar
Nadelberg 4
CH-4051 Basel

Tel. +41 (0)61 207 34 34

Öffnungszeiten Seminar

Bild Innenhof

Mo–Fr: 8–20 Uhr

 

 

Bibliothek

Mo–Fr: 10–17 Uhr

Am 1. Mai bleiben die Bibliothek und das Aquarium geschlossen.

Bitte beachten Sie:
Das Bibliotheksbüro ist bis 15 Minuten vor Schliessung besetzt. Der Zugang ist nur bis dahin möglich.
Kurzfristige Änderungen sind jederzeit möglich – informieren Sie sich deshalb bitte auf unserer Webseite.


So finden Sie uns:

Das Deutsche Seminar ist zu Fuss vom Marktplatz in knapp fünf Minuten, von der Tramhaltestelle »Universität« in drei Minuten zu erreichen.