Ort: Universität Basel
Anlässlich des Jahresthemas des Forum Basiliense Konflikt und Kooperation möchten wir das Sprechen für Andere (kurz „Fürsprache“) als ein im politischen und ästhetischen Spannungsfeld von Kooperation und Konflikt situierten Akt untersuchen. Im Zentrum des Workshops steht die Frage nach der Position und dem Eigenständigkeitsgrad der fürsprechenden Instanz vis-à-vis der von ihr zum Sprechen gebrachten Partei und/oder dem Adressaten. Daran schließen sich weitere Fragen an, z.B. inwieweit für ein solches Sprechen institutionelle Rahmen vorauszusetzen sind oder sich spontan bilden können; wie konflikt- und kooperationstauglich Fürsprachen sind u.a.m.
Ziel des Workshops ist es, die in der Forschung in den letzten Jahren zunehmend an Resonanz gewinnende Auseinandersetzung mit dem rhetorischen und kommunikativen Phänomen der Fürsprache mit benachbarten Diskursen u. a. aus der Kritischen Theorie und Soziologie, etwa zur „Fabulation“ oder „Solidarität“ zusammenzudenken und neue Akzente zu setzen. Im Zentrum steht die Frage, wie Fürsprache als Situation, Problem und Potenzial in Literatur, Theorie und Gesellschaft verstanden, beschrieben und kritisch reflektiert werden kann. Der Workshop lädt dazu ein, Fürsprache nicht nur als kommunikative Praxis, sondern auch als epistemische und politische Figur zu diskutieren und ihre aktuellen wie historischen Konstellationen zu befragen.
Für interessierte Studierende (empfohlen ab dem 3. Semester) und Doktorierende besteht die Möglichkeit der aktiven Teilnahme am Workshop und der Anrechnung von Leistungspunkten im Rahmen eines „Learning Contracts“. Zu diesem Zweck wird am Dienstag, dem 17. November, zwischen 14–18 Uhr ein vorbereitender Lesekreis einschlägiger Lektüre unter der Leitung von Dr. Lea Liese und Dr. Shira Miron stattfinden. Interessierte sollen sich bitte bis spätestens 31. Oktober bei shira.miron@clutterunibas.ch und lea.liese@clutterunibas.ch melden.
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