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SUMMARY:"Texting in Time: Rhythmus und Zeitlichkeit in smartphone-basierter
  Interaktion"
DESCRIPTION:Die Analyse smartphone-basierter Interaktionen hat sich als Fo
 rschungsbereich gegenwärtiger Medienlinguistik etabliert. Bislang konze
 ntrierte sich diese Forschung allerdings primär auf statische Text-Logfi
 les\, was mit zwei methodischen Einschränkungen verbunden ist: Erstens 
 verschleiern Logfiles die zeitliche Dynamik der Produktion einzelner Text
 nachrichten sowie die sequenzielle Entfaltung des Nachrichtenaustausches
 \, wie sie von Beteiligten am Bildschirm erlebt wird. Zweitens geben dek
 ontextualisierte Logfiles keinen Aufschluss darüber\, auf welche Weise d
 ie Teilnehmer:innen simultan in Interaktionen mit weiteren Interaktionspa
 rtner:innen verwickelt sind und ggf. zwischen verschiedenen Chats hin- un
 d herwechseln. Vor diesem Hintergrund plädiert der Vortrag für die Ersc
 hliessung eines prozess-orientierten Datentyps und adressiert temporale 
 Phänomene der Smartphone-Kommunikation auf Basis authentischer Screen-Ca
 pturing-Daten\, die im Rahmen des Berner Projekts Texting in Time gesa
 mmelt wurden: Deutsche und Schweizer Proband:innen dokumentierten ihre ei
 gene Smartphone-Kommunikation über einen Zeitraum von 14 Tagen mittels 
 Bildschirmaufzeichnungen. Auf dieser empirischen Grundlage werden Ergebni
 sse auf zwei Ebenen dargestellt. Einerseits wird auf Makroebene aufgezeig
 t\, wie die Teilnehmer:innen während der zweiwöchigen Aufzeichnungszeit
  unterschiedliche Interaktionsrhythmen mit verschiedenen Kommunikationsp
 artner:innen etablieren und wie diese Rhythmisierungen auch mit der zeitl
 ichen Verteilung von sprachlichen Ressourcen ihrer jeweiligen Repertoires
  einhergehen. Auf Mikroebene skizziert der Vortrag andererseits exemplar
 isch\, wie Screen-Capturing-Daten genutzt werden können\, um Momente der
  Polyfokalität analytisch aufzudecken und ein tieferes Verständnis fü
 r kommunikative Praktiken in sich gleichzeitig entfaltenden Interaktionen
  zu erlangen.
X-ALT-DESC:<p>Die Analyse&nbsp\;smartphone-basierter Interaktionen hat sich
  als Forschungsbereich gegenwärtiger&nbsp\;Medienlinguistik etabliert.&nb
 sp\;Bislang konzentrierte sich diese Forschung allerdings&nbsp\;primär au
 f statische Text-Logfiles\, was mit zwei methodischen&nbsp\;Einschränkung
 en&nbsp\;verbunden ist: Erstens verschleiern Logfiles die zeitliche Dynami
 k der&nbsp\;Produktion einzelner Textnachrichten&nbsp\;sowie die sequenzie
 lle Entfaltung des&nbsp\;Nachrichtenaustausches\, wie sie von Beteiligten 
 am Bildschirm erlebt wird.&nbsp\;Zweitens&nbsp\;geben dekontextualisierte 
 Logfiles keinen Aufschluss darüber\, auf&nbsp\;welche Weise die Teilnehme
 r:innen simultan in Interaktionen&nbsp\;mit weiteren Interaktionspartner:i
 nnen&nbsp\;verwickelt sind und ggf. zwischen verschiedenen Chats hin- und 
 herwechseln. Vor&nbsp\;diesem Hintergrund plädiert der Vortrag für die E
 rschliessung eines prozess-orientierten&nbsp\;Datentyps und adressiert tem
 porale&nbsp\;Phänomene der Smartphone-Kommunikation auf&nbsp\;Basis authe
 ntischer Screen-Capturing-Daten\, die im Rahmen des Berner&nbsp\;Projekts&
 nbsp\;Texting&nbsp\;in Time&nbsp\;gesammelt wurden: Deutsche und Schweizer
  Proband:innen&nbsp\;dokumentierten ihre eigene Smartphone-Kommunikation 
 über einen&nbsp\;Zeitraum von 14&nbsp\;Tagen mittels Bildschirmaufzeichnu
 ngen. Auf dieser empirischen Grundlage werden&nbsp\;Ergebnisse auf zwei Eb
 enen dargestellt. Einerseits wird auf&nbsp\;Makroebene aufgezeigt\,&nbsp\;
 wie die Teilnehmer:innen während der zweiwöchigen Aufzeichnungszeit&nbsp
 \;unterschiedliche Interaktionsrhythmen mit verschiedenen&nbsp\;Kommunikat
 ionspartner:innen&nbsp\;etablieren und wie diese Rhythmisierungen auch mit
  der zeitlichen Verteilung von&nbsp\;sprachlichen Ressourcen ihrer jeweili
 gen Repertoires&nbsp\;einhergehen. Auf&nbsp\;Mikroebene skizziert der Vort
 rag andererseits exemplarisch\, wie Screen-Capturing-Daten&nbsp\;genutzt w
 erden können\, um Momente der Polyfokalität&nbsp\;analytisch aufzudecken
  und&nbsp\;ein tieferes Verständnis für kommunikative Praktiken in sich 
 gleichzeitig&nbsp\;entfaltenden Interaktionen zu erlangen.</p>
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