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Sonderpreis für Nicola Gess

Sonderpreis Gess

Nicola Gess, Professorin für Neuere deutsche und allgemeine Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar, erhält den Sonderpreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Rahmen des Programms "Geisteswissenschaften International" für ihre Studie "Primitives Denken" (Wilhelm Fink Verlag)

Über ihre Studie Primitives Denken. Wilde, Kinder und Wahnsinnige in der literarischen Moderne (Müller, Musil, Benn, Benjamin) urteilte die Jury: "Nicola Gess analysiert in ihrer brillanten Studie die Konjunktur des Primitiven in Literatur, Ästhetik, Psychologie und Ethnologie im frühen 20. Jahrhundert. Sie rekonstruiert drei Erscheinungsformen des Primitiven, den Wilden, den Wahnsinnigen und das Kind – und in diesen drei Formen ein zentrales Alteritäts-Phantasma der Moderne. Gess gelingt es überzeugend, dieses Phantasma zwischen den Disziplinen als Gegenstand der Literaturwissenschaft zu etablieren." Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, der Wissenschaftsfonds der VG Wort und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr über Geisteswissenschaften International hervorragende geistes- und sozialwissen­schaft­liche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft.

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